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Nächster Dienstabend

29.11.2017 19:30 Uhr
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Bereitschaft 1

BRK Kreisverband Erlangen-Höchstadt
Henri-Dunant-Straße 4
91058 Erlangen

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Bergkirchweih

Bergaufbau, 2013

100.000 Feiern – 25 Helfer versorgen bis zu 100 Patienten täglich

Die Vorbereitung für den Sanitätsdienst bei einem der schönsten Volksfeste Nordbayerns beginnen bereits lange Zeit vorher. Spätestens wenn dann im April am Dienstabend die fünf Bergdienste unserer Bereitschaft besetzt werden, geht es in die heiße Phase. Einige Tage vor dem Anstich steigt dann die Spannung, wenn die Bergwache mit Material ausgestattet wird.

Auch für die Wachhabenden beginnt der Dienst bereits vor dem Dienst. Am Abend davor heißt es Sachen zusammensuchen, letzte Absprachen treffen und früh ins Bett. Am Pfingstsamstag beginnt für die ersten Helfer der Dienst bereits um 9:00 Uhr. In kleiner Besetzung sind wir für die Frühaufsteher unter den Bergbesuchern vor Ort.

Zu Beginn unseres Dienstes wird – wie immer – gemeinsam das Material überprüft und bei Bedarf entsprechend ergänzt. Alle neuen oder unerfahrenen Helfer erhalten von den „alten Hasen“ Informationen zum Dienstablauf und alle Fragen beantwortet.

Danach beginnt das Warten – und das Frühstücken. Beim gemeinsame Frühstück wird über das eine oder andere – Rotes Kreuz oder Privat – gesprochen und diskutiert. Immer einsatzbereit, falls ein Besucher unsere Hilfe benötigt.

Eine Mutter kommt mit Ihrem vierjährigen Sohn. Er ist hingefallen und hat nun eine Schürfwunde am Knie, die versorgt werden soll. Zwei unserer Sanitäter kümmern sich gleich um den kleinen Patienten: Die Wunde wird gereinigt und dann gibt es ein großes Pflaster mit Lachgesicht. Und dazu noch jede Menge Erklärungen und eine kleine Süßigkeit, für den Patienten, der seine „starken“ Schmerzen schon längst vergessen hat.

Im Laufe des Tages kommen bis zum Abend immer mehr Helfer zur Wache. Wenn dann alle um 18 Uhr eingetroffen sind gibt es eine kurze Wachbesprechung und Einteilung. Die gebildeten Trupps überprüfen nochmals ihr Material...

...und dann geht es auch meistens schon richtig los. Ein junger Mann kommt zu unserer Wache, seine Freundin sei umgeknickt, ob jemand mal mitkommen könnte. Sofort macht sich eines unserer Teams – gelotst vom Melder – auf den Weg zum Einsatz. Gerade mal zwei Minuten später sind wir bei der Verletzten. Die junge Frau hat sich auf der Treppe vertreten, nun hat sie starke Schmerzen im Knöchel. Ein wenig Kühlen, mehr Behandlung ist direkt vor Ort nicht möglich. Unser Team klappt die Trage aus und die Patientin wird schnell und schonend zu unserer Wache gebracht.

Dort wirft gleich unsere Ärztin einen Blick auf den Fuß – ob er gebrochen ist oder nicht kann man nur im Krankenhaus durch Röntgen feststellen. Erst einmal gibt es etwas gegen die starken Schmerzen. Unsere Helfer kümmern sich um die weitere fachgerechte Versorgung. Anschließend transportiert unser Krankenwagen die Patientin und ihren Begleiter zur weiteren Behandlung in die nächste Klinik.

Im Laufe des Tages haben unsere Helfer knapp 100 Patienten versorgt. Kurz vor 1 Uhr Nachts schließen wir nach 16 Stunden Dienstzeit die Wache zu. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg in die Stadt zu einem gekühlten, hart verdientem Feierabendbier.